Foodparadies unter viktorianischem Dach: Wo man isst

In jedem Reiseführer ist zu lesen, dass Singapurer zwei Hobbies haben: Essen und shoppen. Das stimmt. In Singapur vermischen sich nicht nur die Kulturen, sondern auch die Einflüsse deren Küchen und entsprechend viel gibt es zu entdecken. Neben der Kulinarik der benachbarten Staaten Malaysia, Indonesien und Thailand sind wegen des hohen Bevölkerungsanteils der Chinesen und Inder auch deren Küchen allgegenwärtig und fast 24/7 verfügbar an jeder Strassenecke. Ein Paradies, das die Singapurer zu schätzen wissen – und ich auch. So überrascht es nicht, dass sie die Einwohner liebevoll Foodies nennen – Feinschmecker. Ein jeder Singapurer spricht auch gern übers Essen. Jederzeit. Immer. Bin ich mir einmal nicht sicher, was ich an einem Food-Stand bestellen soll, so frage ich einfach eine Person, die gerade etwas lecker aussehendes verspeist: Noch keiner hat gezögert und bereitwillig Auskunft gegeben.

 

2_hawker_laupasat_garkueche-neu

Garkueche

 

Aber: Probieren geht natürlich über parlieren. Am besten geht das in einem Hawker Center, einer Ansammlung verschiedener kleiner Garküchen unter einem Dach. Es gibt davon auch die klimatisierte Variante, die so genannten Food Courts, angesiedelt meist im Erd- oder Untergeschoss der unzähligen Shopping-Malls. Bei beiden ist das Prinzip gleich: Man schlendert entlang der vielen Stände, sucht sich ein Gericht aus – oder auch zwei – und setzt sich mit seinem Tablett an einen beliebigen der zahlreichen Tische, die meist in der Mitte angeordnet sind. Preislich sind Hawker unschlagbar: Ab 5 Singapur Dollar ist man dabei. Wenn auch alles in Singapur sehr, sehr teuer ist – das Essen der Garküchen ist es glücklicherweise nicht. Selbstverständlich pilgern die Foodies aber auch gern zu den besten Chefs, also Starköchen der Stadt, in diesen Restaurants ist dem Preis dann gegen oben keine Grenze gesetzt. Gar keine.

 

2_hawker_laupasat_innen-neu

Lau Pa Sat: Innenansicht

2_hwaker_laupasat-von-aussen-neu

Lau Pa Sat: Aussenansicht

 

Der schönste und leckerste aller Hawker ist für mich Lau Pa Sat in der Nähe der MRT-Station Raffles Place. Dort versammeln sich bunte und herrliche Food-Stände unter einer historischen Dachkonstruktion, die im 19. Jahrhundert von Glasgow nach Singapur verschifft worden und seither nicht mehr wegzudenken ist. Nomen est Omen: Lau Pa Sat heisst „alter Markt“ und so hebt sich der viktorianische Bau augenfällig von seiner Umgebung, den modernen Hochhäusern des Business-Districts, ab. Schon von weitem riecht man die Vielfalt der Speisen, die im Innern gebrutzelt werden … Herrlich! Aber halt: Bevor wir – und das ist im nächsten Post zu lesen – so richtig zuschlagen, bringen wir noch kurz das dritte grosse Singapurer Hobby hinter uns: Sport. Um die Leibesfülle unter Kontrolle zu halten. Irgendwie. So gut es geht. Mehr schlecht als recht. Aber immerhin.

Die freie Journalistin Danielle Hausmann verbringt mit ihrem Mann ein Jahr in Singapur und schreibt uns als Gastbloggerin des Monats Januar ihre Erlebnisse aus der asiatischen Grossstadt.

Super grün und Supertrees

Neu in Singapur, bannen zunächst die riesigen Wolkenkratzer meinen Blick. Aber schon beim zweiten, spätestens beim dritten Hinsehen stechen die üppigen Bepflanzungen und Parkanlagen ins Auge, die sich überall in der Stadt verteilen. Schnell wird mir klar: Singapur ist eine Gartenstadt. Vom Flughafen Changi bis zur Orchard Road, von Sentosa Island bis zum Botschaftsviertel prägen Parks, Bäume und zum Niederknien schöne florale Arrangements das Stadtbild. Das Erdgeschoss ist nicht die Grenze; es wird auch offensiv in die Senkrechte begrünt. So bieten auch viele Hochhäuser Grünzonen Platz – ob Einkaufszentrum oder Businessturm, ob Wohnhaus oder Hotel. In Treppenhäusern und auf Dachterrassen werden mit mannshohen Sträuchern, wuchtigen Orchideen-Kompositionen und ausgewachsenen Hochstammbäumen Oasen kreiert. Auch unser Wohnhaus wartet im auf drei Zwischengeschossen mit drei Gartenanlagen auf.

Klein_gruen-parkhotelroyal

Park Hotel Royal

Das wohl prominenteste grüne Beispiel ist das Luxushotel Marina Bay Sands. Seit 2010 ist es eines der Wahrzeichen der Stadt und fixer Bestandteil der Singapurer Skyline. Von den drei rund 200 Meter hohen Hoteltürmen, auf denen eine gigantische Aussichtsplattform in Schiffform thront, ragen meterhohe Palmen empor und kitzeln den Himmel. Gleich dahinter liegen die Gardens by the Bay, ein riesiges Parkgelände mit verschiedenen Gewächshäusern und botanischen Gärten. Die grössten dortigen Bäume, die Supertrees, sind zwar aus Stahl, jedoch mit vielerlei Sträuchern und Blumen bewachsen. Einige der Trees sind mit einer Brücke in luftiger Höhe verbunden und bieten einen prächtigen Ausblick über die Parkanlage. Ein Besuch empfiehlt sich besonders am frühen Abend vor Einbruch der Dämmerung: Das Licht und die Stimmung sind zu der Zeit fantastisch. Ein weiteres Hotel-Highlight, zumindest aus grüner Sicht, ist das Park Royal Hotel in der Nähe von Chinatown: Es beherbergt vor seinen zahllosen Fensterfronten veritable Wälder, futuristisch anmutend und teilweise als hängende Konstruktionen angebracht.

Klein_gruen_marinabaysands

Marina Bay Sands

Klein_gruen_gardensbythebay-3

Gardens by the Bay

Klein_gruen_gardensbythebay

Gardens by the Bay

Es ist kein Zufall, dass die Singapurer Flora so üppig wächst, sondern offizielles Programm: Mitte der Sechziger Jahre erliess der damalige Premier Lee Kuan Yew die Order, Bäume zu pflanzen. Sein Ziel: Singapur sollte die grünste Stadt in Asien werden, eine Garden City. Später hiess die Losung sogar, Singapur solle eine Stadt im Garten werden. Fürwahr, die Metropole ist auf dem besten Weg dazu! Natürlich hat die Begrünung nicht nur politische, sondern auch praktische Gründe. Bei tropisch-feuchtheissen Temperaturen, die ausserhalb der kurzen Regenzeit das ganze Jahr bei rund 30 Grad liegen, sind wuchtige Schattenspender für den Reisenden ein Muss, um nicht zu verwelken wie ein zartes Pflänzchen. Oft fliehe ich mich alternativ zu einem Schattenplatz in einer lauschigen Ecke in die unterirdische klimatisierte Parallelwelt, welche die U-Bahn-Stationen mit Shoppingmalls und Geschäftshochhäusern verbindet. Aber auch hier stösst man meistens schon nach wenigen Metern auf Indoor-Begrünungen – platzhalber hier oftmals in Form von Blumen oder Orchideen. Letztere wachsen übrigens in schier endloser Zahl im botanischen Garten, dem grössten seiner Art in Asien (und Pflanzenlieferant während der obgenannten grünen Aufrüstung vor 50 Jahren). Er ist während eines Singapur-Aufenthalts ein Must, ebenso wie der Besuch des Bukit-Timah-Reservats mit einem Regenwald, der noch innerhalb der Stadtgrenzen liegt – weltweit fast einzigartig. Aber eben, das ist Singapur: Grünzone und Metropole in einem.

Die freie Journalistin Danielle Hausmann verbringt mit ihrem Mann ein Jahr in Singapur und schreibt uns als Gastbloggerin des Monats Januar ihre Erlebnisse aus der asiatischen Grossstadt.

Ich bin dann mal weg…! Reise-Blog macht Digital Detox, olé!

Ragazzi! Seit fünf (!) Jahren schreibe ich nun schon diesen Reise-Blog. Krassimir, nicht? Fünf Jahre lang habe ich leckere Pasta-Teller, romantische Sonnenuntergänge und schöne Hotelzimmer fotografiert und meinen Senf dazu in Worte gefasst. Jetzt ist – Schluss! Zumindest bis ich weiss, wie es mit diesem Blog weiter gehen soll.

Ich mach jetzt mal ein bisschen Digital Detox. Adieu!

Foto 14.06.14 12 36 15

Wo haben sich die annabelles die Sommerferien versüsst?

Der Sommer, der nie da war, ist nun auch schon wieder vorbei! *sniff* Lasst uns in Erinnerungen schwelgen – hier hat die annabelle-Redaktion die Sommermonate verbracht:

Julia Heim, Leiterin annabelle online: Korfu

Foto 5

Foto7

Barbara Achermann, Reporterin: Valle Onsernone

Foto

Silvia Binggeli, Chefredaktorin: Bali

10583904_10204551263648572_7475474500636380684_n

(mehr …)

Reise-Blog goes Ferragosto!

Ganz meiner Reportage über den Ferragosto in Follonica folgend macht auch der Reise-Blog ein paar Wochen Sommerferien! A presto!

Follonica-Reisetipp-Reportage-Italien-Stefanie-Rigutto-annabelle9Foto: Ornella Cacace

Salento – sole, mare e vento!

So schön ist er, der unterste Zipfel vom Absatz Italiens! Hier ein paar Impressionen! Übrigens, mit Helvetic fliegt man ab Zürich direkt nach Brindisi.

Leuca: Weiter südlicher gehts nicht mehr!

Foto 09.06.14 11 59 11

Conchiglia Azzurra (bei Porto Cesareo): Bädelen und Pasta mampfen!

Foto 08.06.14 13 17 26

Foto 08.06.14 13 38 47

Lecce: Tolle Altstadt, hunderte von Kirchen.Foto 08.06.14 20 09 44

Porto Badisco (südlich von Otranto): Glasklares Wasser!

Foto 09.06.14 16 03 40

Torre Sant’Andrea: Bizzarre Gesteinsformationen, ein Meer so türkisblau wie in der Karibik.

Foto 10.06.14 13 31 30

Foto 10.06.14 13 32 30

Restaurant Giulio Rossini, Muri

Auf dem Weg zum schönen Hallwilersee habe ich in Muri im netten Lokal von Giulio Rossini Halt gemacht. Im tiefsten Aargau serviert er eine himmlische hausgemachte Pasta, wie sie keine Nonna besser kann – una meraviglia!

Giulio Rossini, Muri

Giulio Rossin, Muri

Pag: Die Insel ist das neue Ibiza Kroatiens – aber nicht nur!

Die – in der Schweiz noch völlig unbekannte – kroatische Insel Pag gilt als das neue Ibiza. Nur günstiger! 20-Jährige feiern in den Beachclubs bis zum Morgengrauen. Es geht aber auch ganz gemütlich: Man badet in türkisblauem Wasser, isst den würzigsten Schafskäse, trifft nette Leute, springt von rauhen Felsen ins Wasser und bewundert die bizarre Landschaft.

Lies dazu meine Reise-Reportage, die gestern in der SonntagsZeitung erschienen ist: Es wankt das Boot, es tanzt der Pool

Foto 09.07.14 19 02 25

Foto 09.07.14 20 50 34

Foto 09.07.14 22 13 14

Foto 10.07.14 14 40 22
Foto 11.07.14 16 12 52

Foto 11.07.14 10 26 40

Foto 11.07.14 12 18 46

Foto 11.07.14 10 31 54

Buone vacanze a tutti!

Pag, Kroatien

Los-Angeles-Tipps von Beauty-Bloggerin Katrin Roth

Wenn meine Blogger-Kollegin Katrin Roth von The Beauty Experience nicht gerade Beauty-Neuheiten testet und in irgendwelchen netten Spas entspannt, reist sie gerne mit ihrer Familie nach Amerika. Hier erzählt sie, warum Los Angeles zu ihren liebsten Destinationen gehört. Danke, Katrin, für diese tollen Tipps!

Mein erstes Mal habe ich fast verschlafen: Total erschöpft vom langen Flug konnte ich kaum die Augen offen halten auf der Fahrt zu unserem Hotel in Los Angeles. Was ich nicht weiter schlimm fand, denn das, was ich sah, gefiel mir nicht wahnsinnig gut. Und auch am nächsten Morgen hielt sich nach einem ersten Blick aus dem Fenster meine Begeisterung über Los Angeles zunächst doch eher in Grenzen. Weil ich mir das alles irgendwie ganz anders vorgestellt hatte. Kompakter. Nicht so zusammengewürfelt. Ohne Smog. Viel glamouröser.

LOS ANGELES – 001

Elf Jahre und sechs Reisen später gehört Los Angeles zu jenen Orten, an die es mich immer wieder zurückzieht. Wegen unseren Freunden dort, des guten Wetters, der netten Menschen, dem entspannten Lebensstil und weil wir es in Los Angeles unglaublich viel Schönes, Lustiges und Spannendes zu entdecken gibt, wie die folgenden Beispiele zeigen.

(mehr …)