Panettone gibts auch im Sommer!

Wenns ums Essen geht, sind die Italiener überraschend konsequent. Panettone, zum Beispiel, verdrücken sie nur zur Weihnachtszeit. Wie schade – Panettone schmeckt doch auch hervorragend an einem lauen Sommerabend, finde ich.

Zum Glück gibts die Confiserie Al Porto in Lugano. Sie bereitet im Sommer einen wunderbaren Panettone mit leicht kandierten Chriesi zu, genannt “La Ciliegia”. Der Teig ist weich wie Zuckerwatte und vergeht im Mund. Ich bin richtig süchtig danach – weshalb es mich wenig erstaunt, dass La Ciliegia den ersten Preis am Art & Pastry International Festival 2013 gewonnen hat.

Gugus?

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Dadaaa!IMG_9011

Wer nicht nach Lugano, Ascona oder Locarno fahren will, dort gibts jeweils die Confiserie Al Porto, kann sich La Ciliegia auch nach Hause liefern lassen.

Sieben Tipps zur Expo Milano

Finalmente – die Expo ist eröffnet! Ich war bereits da und bin begeistert. Kulinarisch ist sie eine wahre Freude – und an den verschiedenen Länderpavillons vorbei zu defilieren, ist grosses Kino. Hier meine Tipps, damit dein Besuch fröhlich über die Bühne geht:

1. Gute Schuhe! Der Decumano – so heisst die Hauptachse des Expo-Areals – ist 1,5 Kilometer lang. Kurz: Man läuft viel.

Decumano

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2. Geduld! Wer die Länderpavillons anschauen will, braucht viel Zeit – teilweise sind die Schlangen so lang, dass man über eine Stunde wartet!

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3. Hunger! Jeder Länderpavillon serviert seine eigenen leckeren Spezialitäten. Mein Highlight war der Eataly-Palast. Die Slow-Food-Kette aus Turin belegt zwei lange Hallen, wo man sich durch die Regionen Italiens schlemmt. Zum Beispiel durch Kalabrien mit “Pasta con ‘nduja”, einer pikanten Streichwurst, die man aber dem “Geschmack der Norditaliener” (Zitat der Dame an der Kasse) angepasst hat.

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4. Schau dir das magische Schauspiel beim “Albero della vita” an. Es findet zu jeder vollen Stunde statt. Musik, Wasserfontänen, Seifenblasen, farbige Blüten – richtig kitschig, richtig schön!

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5. Reservieren! Falls du dir den Schweizer Pavillon anschauen willst, reservier vorher dein Ticket im Internet – sonst wartest du auch hier eine gefühlte Eeeeewigkeit.

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IMG_8952Und fass mir ja nicht die Schweizer Flagge an, mi raccomando!

IMG_89626. Reise mit dem Zug an! Wer nämlich mit dem Auto kommt, muss seinen Parkplatz im Voraus reservieren. Es gibt Zugverbindungen ab Zürich, die direkt bei der Expo halten. Du kannst aber auch nach Milano Centrale fahren, dort kippst du in der Bar in der Bahnhofshalle einen caffè für 1 Euro, dann steigst du runter in die Metro, nimmst “la verde”, die grüne Linie, bis Cadorna, dann wechselst du auf “la rossa” und fährst bis Endstation Rho Fiera – et voilà! Das Retour-Ticket kostet im Kiosk vor dem Metro-Eingang fünf Euro.IMG_5293

7. Last but not least: Tanz mit Calimero!IMG_8968

Der Circus Knie ist in Zürich!

In bin ja ein grosser Fan des Circus Knie – nicht erst, seit ich vor ein paar Jahren eine Reportage über die Zeit von der letzten Vorstellung im November bis zur Premiere im nächsten Frühling geschrieben habe. Allein der Duft im Zirkuszelt, der Duft von Sägemehl und Pferden – da wird mir ganz warm ums Herz.

Das diesjährige Programm “phénoménal” hat mir gut gefallen (nicht eines der besten, allerdings, weil teilweise fast zu modern). Mein Highlight war die Pferdenummer von Maycol Errani (Willst du wissen, wie er zu diesem seltsamen Vornamen kam? Es hat mit dem Film “Der Pate” zu tun – die Details erfährst du in meiner Reportage!). Der Mann von Géraldine Knie tut dem Zirkus gut: Er hat extravagante Ideen, die einen zum Staunen bringen.

Der Zirkus ist noch bis zum 7. Juni auf dem Sechseläutenplatz, danach zieht er weiter durch die Schweiz.

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Wer vor der Aufführung etwas leichtes essen will, bestellt in der Brasserie Schiller gleich am Sechseläutenplatz eine Portion leckere Spargeln vom Juckerhof in Seegräben. Mhmmm!

Schillers

Lago mio! – ein Reiseblog zwischen der Schweiz und Italien

“Lago mio”, rief meine Mutter früher oft, wenn sie über etwas erstaunt war. La piccola Stefanie hat nicht kapiert, was es genau bedeutet. Sie ahnte zwar, dass es nichts mit “mein See” zu tun hatte, aber so sicher war sie sich da auch nicht.

Es waren die 80er. Eros Ramazzotti hatte gerade mit “Terra promessa” das Festival di Sanremo gewonnen, das Wasser der Adria war noch sauber, überall in der Schweiz eröffneten Pizzerie und unsere Mütter entdeckten, dass man statt mit Butter auch ganz gut mit Olivenöl kochen kann.

Nach den schwierigen 60ern, in denen man hierzulande den italienischen Einwanderern noch das rassistische “Tschingg” entgegen warf, waren die Italiener in den 80ern dank Italo-Pop und den neu entdeckten Spaghetti schwer angesagt (bis Berlusconi an die Macht kam und das schöne Image der Italiener wieder versaute – aber das ist eine andere Geschichte).

Und so wurde damals aus dem unziemlichen “Läck mir” das veritalianisierte “Lago mio”. Ich finde: der ideale Titel für meinen neuen Reise-Blog, der sich diesen beiden Ländern widmet. Viel Spass beim Lesen!

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Villa Ottone

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I’m back – not in black, aber mit einem neuen Blog-Konzept!

Liebe Reisefüdlis!

Ich melde mich aus der Versenkung zurück! Digital Detox tut imfall soooo guet! Der Kopf ist gelüftet und voller neuer Ideen für meinen Blog! Stay tuned – bald wird hier einiges anders! A presto!

Stefanie

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Generation Hostel

Auch ohne eine SWOT-Analyse im Vorfeld ist klar: Als Erwachsene mit den eigenen Eltern zu reisen, bietet Chancen – und Gefahren. Man kennt es ja eigentlich aus der Jugend; wie idyllisch auch immer die Familien-Konstellation sein mag, irgendwann kommt der Punkt, an dem sich die negativen Seiten des eigentlichen Glücks zeigen, dass man sich gut kennt. Entscheidet man sich aber bewusst für einen Mehrgenerationen-Trip, ist Neuseeland eine sehr gute Option. Mit einer unendlichen Anzahl an Hostels bietet es die idealen Rahmenbedingungen für einen Familienausflug, in meinem Fall einer Reise mit meinem Vater und seiner Frau.

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Neuseeland, nie genug

„It’s only a drop in the ocean“ – dies ein so genanntes „useful Idiom“, das ich in der Sprachschule in Singapur gelernt habe. Nun, für zwei Wochen in Neuseeland, stimmt diese Redewendung in Bezug auf meine Verweildauer wie die Faust aufs Auge. Aber zwei Wochen sind viel besser als nichts und angesichts der schieren Grösse und Vielfalt der Natur wären auch zwei Monate nicht genug, um das ganze Land zu sehen. Das zeigt sich während meiner Reise eindrücklich bei einer Begegnung auf der Fähre von Wellington nach Picton; ich treffe einen Hiker, der ganze zwei Jahre durch Neuseeland wandert. Vom nördlichsten Punkt der Nordinsel bis hinunter zur südlichsten Spitze der Südinsel. Für jede Insel ein Jahr. Ich werde kurz sehr andächtig, diesen Langzeit-Traveller exakt bei seinem Halbzeit-Punkt angetroffen zu haben.

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24. Postscriptum electronicum

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Wie Enkelin und Grossmutter: Sonu (oder ists Monu?) und ich, beide mit Statement-Bracelets aus Holz im trendigen Blockfarben-Streifenlook, die wir uns als Andenken an einen netten Abend im „Café del mar“ im mobilen Souvenirlädeli von Meena gekauft haben

Durch die zähe Hochnebeldecke über Zürich fallen drei herzerwärmende Sonnenstrahlen in Form von E-Mails mit angehängten Bilddateien in meinen erfolgreich zurückeroberten Alltag: Eines ist von Monu und Sonu (oder heissen sie Sonu und Monu?) aus dem nordindischen Jaipur, eines von Ravi Kumar aus den Nilgiri Hills und eines von Xavier Silveira aus Stuttgart.

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23. Time To Say Goodbye

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Just married: Jeson und Valentina mit Gratulantinnen und Kameramann vor der St.-Alex-Kirche in Calangute

Die letzten Ferientage in Goa wollen gut geplant sein, denn man muss da einiges aneinander vorbeibringen: Letzte Termine bei Ayurveda-Masseur Binu, Yakwolldecken und etwas Silberschmuck auf dem Tibet Market in Calangute einkaufen, eine Einladung zur Falooda-Degustation (ein Glacegetränk mit Rosensirup) bei Nasu und ihrer Mutter Illa, eine letzte Pedicure bei Meena. Und natürlich die letzten Abendessen: Einmal Barbecue bei Greg Fernandes im „Café del mar“, einmal Crevetten-Biryani bei Gregs Bruder Luis im Nachbarshack „Simon’s Place“ (für einen Bootstrip mit dem „Captain“ reicht die Zeit ja ohnehin nicht mehr), einmal Sonntagsbraten mit Kartoffelstock bei Tante Lourdes im „Vilo Villa“ – und ganz sicher noch einmal eine deftige tibetische Nudelsuppe bei unserem guten alten Freund Ganesh Shrestha im „Sea Shore“ gleich bei der Busstation unter dem Banyan-Baum in Calangute.

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22. Das ging in die Unterhose

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Man kann es nicht oft genug sagen: Ingrebidel !ndia. In den Kleidern baden gehen? Und dafür in den Unterhosen am Strand rumstehen? In Goa ist alles möglich – obwohl der Beach-Dresscode jüngst wieder heftig zu diskutieren gab. Im vergangenen Sommer forderte Goas Public-Works-Minister Sudin Dhavalikar, man solle für alle Strände des Bundesstaats aus Gründen der Züchtigkeit ein Bikiniverbot erlassen. Das brachte die Goanerinnen und Goaner reihenweise auf die Palme. Verständlich, denn Goa lebt seit den Hippiezeiten der späten Sechzigerjahre von und mit den Touris.

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