Relax, take it easy: Im Grand Hotel Tremezzo am Lago di Como

Wenn bei uns die Tage herbstlicher werden, lässt es sich am Lago di Como immer noch bestens den Bauch bräunen. Im wunderschönen Grand Hotel Tremezzo tankt man die letzten Sonnenstrahlen für den Winter. Sieben Gründe, warum du unbedingt noch dorthin fahren solltest:

1. Vom Bett blickst du direkt aufs Wasser! Es ist einer der schönsten Abschnitte des Comersees: Am anderen Ufer glänzt das Dörfchen Bellagio in der Sonne.

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2. George Clooney! Er wohnt nicht weit von Tremezzo entfernt. Offenbar sieht man ihn immer mal wieder mit seinem Töff vorbei knattern. (Ich hatte natürlich Pech…;-)

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Ab aufs Barrhorn, den höchsten Wanderberg Europas

Achtung, dies ist eine Hardcore-Wanderung! Oder wie es Fredy Tscherrig, der Wart der Turtmannhütte, formulierte: „Das ist keine Radio-Wanderung.“ Also eine dieser „Kindergarten-Routen“, die sie jeweils im Radio vorstellen.

Das Walliser Barrhorn – genauer das Üssers Barrhorn – ist mit 3610 Metern der höchste Wanderberg Europas. Das heisst, man kann ihn auch als «ganz normaler» Wanderer erklimmen. Man braucht weder Seil noch Steigeisen, man folgt einfach der rot-weiss markierten Route. Und so gehts:

1. Tag: Anreise ins Turtmanntal. Es zweigt vom Rhonetal ab und ist nur im Sommer bewohnt, sobald die Lawinen­gefahr vorbei ist. Eine enge Strasse schlängelt sich ins Tal hinein. In Vorder Sänntum, bei der Fahrverbotstafel, parkiert man das Auto neben der Turtmänna, die fröhlich vor sich hin gluckst.

Dann läuft man alles dem Turtmanngletscher entgegen. Der Weg führt durch stille Lärchenwälder und eine Schafherde, die von Hirtenhunden bewacht wird. Die Wiesen sind überzogen mit leuchtend gelbem Wundklee.

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Schlemmen im Gabbani in Lugano

Im Jahr 1937, einen Tag vor Heiligabend, eröffnete Domenico Gabbani sein erstes Delikatessengeschäft in der Via Pessina in Lugano. Er verkaufte das, was er von seiner Heimat – der Lombardei – kannte: Salami, Käse, Früchte.

Wer hätte gedacht, dass dies dereinst ein kulinarisches Wahrzeichen der Stadt werden würde! Heute noch sind die riesigen Salami über dem Eingang das Markenzeichen des Familienbetriebs, der mittlerweile zu einem kleinen Imperium mit 50 Angestellten angewachsen ist. Ein Restaurant gehört nun dazu, eine Kaffee-Bar und seit ein paar Jahren auch das schöne Boutiquehotel Gabbani.

Wenn man vom Bahnhof in die Stadt runter läuft (das Bähnli wird noch bis Ende 2016 komplett erneuert), gelangt man direkt zum Gabbani. Perfekt also, die Mozzarella di bufala mit zartem Rohschinken zu probieren!
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Aus aktuellem Anlass: „L’estate addosso“ von Jovaaa!

Die Sonne ist wieder da! Drum gibts Jovanotti:

Auf einen Espresso in Zürich! Heute: Grande Café & Bar

Ich finde, Grande Café & Bar ist der beste Ort für einen Espresso gegen die 16-Uhr-Nachmittagskrise. Er ist stark und gut und die Sicht auf die Limmat hellt das Gemüt auf. An diesem Espresso mag ich:

1. Eben: Die Sicht auf die Limmat
2. Das entspannte Personal
3. Der sonnige Standort
4. Der Preis. An der Bar kostet der Espresso gerade mal 3 Franken, am Tisch 4 Franken. Dazu der Barista mit dem Hipster-Bart: „Am Tisch gibts noch einen Spruch von mir dazu.“
5. Wer nach dem Espresso bereit ist für etwas stärkeres, findet auf den Regalen eine nette Gin-Auswahl.

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Gesehen in Zürich

Am Zähringerplatz in Zürich spricht man Italienisch:

IMG_9680„Hier bestellt man den echten Büffelmozzarella D.O.C.“ Na, da bin ich mal gespannt. Ich bestelle und rapportiere, liebe Mozzarella-Freunde!

Sommer, wo bisch? Ah, hier: „La canzone del sole“ von Battisti

Sommer, wo versteckst du dich bloss? Ah, hier – in diesem wunderbaren Song von Lucio Battisti aus dem Jahr 1971:

Von der Wispile zum Lauenensee – eine Wanderung für Softies

Liebe Leute, jetzt ist die Zeit, um in die Berge zu gehen! Ab die Poscht! Heute machen wir keine Auweia-Tour, sondern eine gaaanz entspannte Route zum berühmten Lauenensee.

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„I weiss no guet, wie i ha chönnä vergässä, dert hindä bim Louenesee“, singt die Rockband Span. Wer schon mal an diesem märchenhaften See war, versteht die Faszination. Doch zuerst muss man dorthin kommen! Und so gehts:

Man besteigt in Gstaad das Postauto und in gerade mal 30 Minuten ist man dort.

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Ok, es geht auch lustiger. Und zwar so:

Man steigt in Gstaad ins Gondeli auf die Wispile und wandert auf einem schönen Höhenweg bis zum Chrinepass. Der Blick geht übers Saanenland – not bad!

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Dann gehts steil runter zum Lauenensee. Unterwegs entdeckt man lustige Fliegenpilze und stärkt sich in einer Hütte mit würzigem Hobelkäse.

Die Wanderung dauert gerade mal drei Stunden – also auch machbar für Langschläfer.

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Schöne Ferien: Cesare Cremonini wünscht „Buon viaggio“

Mit diesem Sommerhit aus Italien verabschiede ich mich in die Ferien! A presto!

Wanderung über den Septimer- und Lunghinpass! Auweia!

Ich war wieder mal wandern. Dieses Mal ging es ins Bündnerland, auf eine spektakuläre Route, die auch an einem herrlichen Sommertag nicht überlaufen ist. Obs daran liegt, dass auf dem Weg keine einzige Beiz liegt? Allzu steil ist der Weg nämlich nicht (was nicht heisst, dass mir am anderen Tag nicht alles weh tat…). Hier also mein Wanderprogramm für das nächste Wochenende:

Freitagabend: Anreise nach Bivio. Dort steigen Sie ab im hübschen Hotel Post.

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Samstag: Wir stärken uns im Dorflädeli „Chäs & Brot“ mit Brot, Schüblig und Alpkäse und laufen los, alles dem Wanderweg Nr. 64 – Via Sett – entlang.
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Etwa zwei Stunden lang dauert der Aufstieg zum Septimerpass auf 2310 Meter. Man wandert der glucksenden Eva dal Sett entlang, hört überall Kuhgebimmel, die Berge sind mit schönstem Grün überzogen. Im Mittelalter war dies einer der am meist begangenen Alpenpässe. Der Ausbau der Julierstrasse im 19. Jahrhundert bedeutete jedoch das Aus für den Septimer als Transitpass.

Würde man vom Septimerpass ins Bergell nach Casaccia (steiler Abstieg!) laufen, sähe man noch eine alte (restaurierte) Römerbrücke. Doch wir wollen noch ein bisschen weiter nach oben: auf den Lunghinpass.

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Ein Pass wie er sein muss: Schutt und Geröll, ein paar Schneefelder, dünne Luft. Nach rund einer Stunde kommt man keuchend auf 2645 Meter an. Der Lunghinpass ist die einzige dreifache Wasserscheide Europas: Gegen Osten fliesst das Wasser in den Inn und via Donau ins Schwarze Meer. Nach Nordwesten fliesst es in die Julia, dann in den Rhein und schliesslich in die Nordsee. Und das Wasser der Mera fliesst im Südwesten in den Comersee und via Po ins Mittelmeer.

Gleich nach dem Pass wartet der eiskalte, tiefblaue Lägh dal Lunghin, wo wir die heissen Füsse kühlen.
IMG_0001 IMG_0002Der Abstieg nach Maloja ist spektakulär: Man hat ein gigantisches Alpenpanorama vor sich. Der Blick geht vom Silsersee über die Maloja-Passstrasse (das Tü-ta-tooo des Postauto hört man sogar hier oben) bis zur imposanten, 760 Meter langen Albigna-Staumauer, die vom Elektrizitätswerk der Stadt Zürich errichtet wurde.
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IMG_0008In Maloja – nach 5 bis 6 Stunden wandern – gibts zuerst ein kühles Bier! Dann gehts mit dem Postauto nach Sils-Maria, ein hübsches Dörfchen, wo man im frisch renovierten Hotel Cervo übernachtet und feinste Pizza isst.

Sonntag: Rückfahrt. In St. Moritz nimmt man den Glacier Express und fährt die grandiose UNESCO-Route runter bis Chur.