Wanderung über den Septimer- und Lunghinpass! Auweia!

Ich war wieder mal wandern. Dieses Mal ging es ins Bündnerland, auf eine spektakuläre Route, die auch an einem herrlichen Sommertag nicht überlaufen ist. Obs daran liegt, dass auf dem Weg keine einzige Beiz liegt? Allzu steil ist der Weg nämlich nicht (was nicht heisst, dass mir am anderen Tag nicht alles weh tat…). Hier also mein Wanderprogramm für das nächste Wochenende:

Freitagabend: Anreise nach Bivio. Dort steigen Sie ab im hübschen Hotel Post.

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Samstag: Wir stärken uns im Dorflädeli “Chäs & Brot” mit Brot, Schüblig und Alpkäse und laufen los, alles dem Wanderweg Nr. 64 – Via Sett – entlang.
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Etwa zwei Stunden lang dauert der Aufstieg zum Septimerpass auf 2310 Meter. Man wandert der glucksenden Eva dal Sett entlang, hört überall Kuhgebimmel, die Berge sind mit schönstem Grün überzogen. Im Mittelalter war dies einer der am meist begangenen Alpenpässe. Der Ausbau der Julierstrasse im 19. Jahrhundert bedeutete jedoch das Aus für den Septimer als Transitpass.

Würde man vom Septimerpass ins Bergell nach Casaccia (steiler Abstieg!) laufen, sähe man noch eine alte (restaurierte) Römerbrücke. Doch wir wollen noch ein bisschen weiter nach oben: auf den Lunghinpass.

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Ein Pass wie er sein muss: Schutt und Geröll, ein paar Schneefelder, dünne Luft. Nach rund einer Stunde kommt man keuchend auf 2645 Meter an. Der Lunghinpass ist die einzige dreifache Wasserscheide Europas: Gegen Osten fliesst das Wasser in den Inn und via Donau ins Schwarze Meer. Nach Nordwesten fliesst es in die Julia, dann in den Rhein und schliesslich in die Nordsee. Und das Wasser der Mera fliesst im Südwesten in den Comersee und via Po ins Mittelmeer.

Gleich nach dem Pass wartet der eiskalte, tiefblaue Lägh dal Lunghin, wo wir die heissen Füsse kühlen.
IMG_0001 IMG_0002Der Abstieg nach Maloja ist spektakulär: Man hat ein gigantisches Alpenpanorama vor sich. Der Blick geht vom Silsersee über die Maloja-Passstrasse (das Tü-ta-tooo des Postauto hört man sogar hier oben) bis zur imposanten, 760 Meter langen Albigna-Staumauer, die vom Elektrizitätswerk der Stadt Zürich errichtet wurde.
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IMG_0008In Maloja – nach 5 bis 6 Stunden wandern – gibts zuerst ein kühles Bier! Dann gehts mit dem Postauto nach Sils-Maria, ein hübsches Dörfchen, wo man im frisch renovierten Hotel Cervo übernachtet und feinste Pizza isst.

Sonntag: Rückfahrt. In St. Moritz nimmt man den Glacier Express und fährt die grandiose UNESCO-Route runter bis Chur.

Gesehen in Zürich: Harald Naegelis Wassergeist

In Zürich sind nur noch wenige Strichmännchen von Harald Naegeli, dem “Sprayer von Zürich”, erhalten. Ein wunderbar poetisches gibt es an der Seitenfassade des Deutschen Seminars im Zürcher Uni-Viertel zu sehen: Undine, der weibliche Wassergeist.

Die Undine gehört der mythologischen Gattung der Nymphen an und verkörpert das Element Wasser. Erst wenn sich die Undine mit einem Menschen vermählt, bekommt sie eine Seele.

Naegeli sprühte die Undine 1978, natürlich illegal, an die Wand des damaligen Physikinstituts. Erst 1995 – mittlerweile hatte Naegeli seine Haftstrafe wegen Sachbeschädigung abgesessen – stufte die kantonale Baudirektion die Sprayerei als erhaltenswert ein und schützte sie mit einer Holzabdeckung.

2004 dann wurde sie restauriert und konserviert. Und heute ist das einst illegale Strichmännchen – Kunst!

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Genua – immer wieder!

In die Sommerferien kann man imfall auch mit dem Zug reisen. Zum Beispiel nach Genua! Hier mein Reiseprogramm für dich – gratis und franko:

1. Fahrt nach Mailand. Zwei Übernachtungen im ehemaligen Bauernhof “Un posto a Milano”. Man wähnt sich auf dem Land! Im Restaurant gibts gute Pasta, im Garten wächst das Gemüse. Die Zimmer sind schlicht, aber modern.
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2. Nicht vergessen: einen Schlemmer-Besuch an der Expo einplanen (hier gehts zu meinen Beitrag “Sieben Tipps zur Expo Milano”).

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3. Weils in der Stadt im Sommer zu heiss ist, steigen wir erneut in den Zug. Ziel: Genua. Eine tolle Stadt! Und das sage ich jetzt nicht, weil es dort eine Filiale von Eataly gibt! Hier steigen wir ab im klassisch-italienischen Hotel Bristol Palace, das in Gehdistanz zum Bahnhof liegt und grosse Zimmer zu fairen Preisen anbietet.

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4. Von Genua machen wir Tagesausflüge entlang der ligurischen Küste. Etwa nach Nervi oder nach Camogli. Das Wasser ist glasklar, das Essen superfein!

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IMG_5335Und schwupps ist eine Woche Ferien vorbei!

Montagsgruss aus der Frauenbadi

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Das Abendmahl – im Tessin!

Das berühmte Abendmal von Leonardo da Vinci in Mailand zu bewundern, ist gar nicht so einfach. Ich habs probiert: Man muss sein Ticket Monate im Voraus reservieren! Da fahre ich lieber nach Ponte Capriasca, ein kleines hübsches Dorf ausserhalb von Lugano.

In der Kirche Sant‘Ambrogio gibt es eine Kopie des Abendmahls, die dem Original absolut ebenbürtig ist. Zudem ist es auch viel besser erhalten. Man muss nicht Schlange stehen und auch kein Ticket reservieren: Man kommt einfach in die Kirche, macht das Licht an und lässt sich verzaubern. Man ist ganz allein. Wer war der Schüler Leonardos, der die Kopie angefertigt hat? Man weiss es nicht.

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Auf einen Espresso in Zürich! Heute: Pasta Station!

Wer hätte das gedacht, dass es in der Pasta-Station am Stauffacher diesen tollen Espresso gibt! An diesem Espresso mag ich:

1. Den unschlagbaren Preis: 3,5o Fr.! Und das in Zürich!
2. Das fröhliche Personal: Alles Türken.
3. Die unkomplizierte Atmosphäre: Ein kleiner, leicht chaotischer Take-Away.
4. Die Kaffeesorte: Caffè la Messicana.
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Italien-Quiz des Tages

Welche Klippe? Welches Meer?

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IMG_5328Genau: Nervi an der ligurischen Küste, ausserhalb von Genua! Dieser Bagni befindet sich an der schönen Passeggiata Anita Garibaldi.

Schweiz-Quiz des Tages

Welcher See? Welche Kirche?

IMG_8986Genau: the one and only Morcote – fotografiert vom Lago di Lugano aus!

Rheinbad Breite, Basel: Die grosse Entspannung! Wasser: 19 Grad!

Wems dieser Tage in den Zürcher Badis zu voll ist, dem sei das Rheinbad Breite in Basel ans Herz gelegt. Eine filigrane Konstruktion aus Metall und Holz, man sitzt hoch über dem Wasser, blickt auf das Roche-Hochhaus auf der anderen Rheinseite und löscht den Durst mit einem Herrgöttli.

Vom Ufer zieht der Duft grillierter Pouletschenkel zu einem hoch, Kanufahrer lassen ihre Boote ins Wasser, ein Kutter gleitet gemächlich vorüber. Die Wassertemperatur? Erfrischende 19 Grad!
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Apéro-Time in Lugano!

Cari amici, in der Deutschschweiz wird es diese Woche heiss – aber in Lugano wird es noch heisser! (Habe ich hier schon mal erwähnt, dass ich Lugano eine grossartige Stadt finde?) Da muss Abkühlung her! Hüpf in den Lago di Lugano – oder schlürf einen Hausdrink beim Vanini an der Piazza Riforma.

Das tolle an diesem Cocktail: Er ist herrlich erfrischend (Prosecco und Grapefruit-Saft!), sieht schön aus (pink!) und es gibt, wie sich das für einen italienischen Aperitivo gehört, ein paar feine Häppchen dazu. Wer jetzt noch mehr Vanini will, degustiert sich durch die “Mozzarella Bar” – von Fior di Latte bis Mozzarella di bufala affumicata.

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