Alles hat ein Ende, nur die Salsiccia hat zwei…!

Liebe Reisefüdlis von nah und fern! Dies ist mein letzter Eintrag in diesem Reise-Blog! Ich verlasse die annabelle und wechsle zu Schweiz Tourismus.

Seit Mitte 2009 habe ich diesen Blog betreut und insgesamt 750 Einträge verfasst! Krassimir, gell? Oft fragen mich die Leute: Wo wars am schönsten? „Mhm“, mache ich dann immer, und weiss nicht so recht, was antworten.

Warum fragen mich die Leute nicht, wo ich den besten Burger gegessen habe? Wo der Schnee am weichsten war? Oder wo die Luft am meisten gestunken hat? Darauf wüsste ich eine Antwort! Deshalb hier meine ultimative Superlativ-Liste nach fast acht Jahren als Reise-Journalistin:

Abgefahrenste Party: Festival Folcórico de Parintins aka Boi Bumbá, Brasilien.
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Zu viele Menschen auf einem Fleck: Kumbh Mela in Allahabad, Indien.

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Nassester Roadtrip: Mit der Vespa quer durch die Schweiz – im Sommer.

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Verrücktester FussballmatchBoca Juniors vs. Racing, ausserhalb von Buenos Aires.
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Anstrengendste Wanderung: Barrhorn, Wallis.

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Weichster Pulverschnee: Colorado, USA. („Champagne Powder“)

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Längster Flug: Sydney – Los Angeles, 14 Stunden.

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Bester Burger: „Double Double Animal Style“ im In-n-Out-Burger, Kalifornien.

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Traurigstes Erlebnis: Im Strassencafé in Myanmar von Kindern in Lumpen bedient zu werden.
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Entspannteste Leute: Bahia, Brasilien.

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Land, das mich am meisten überfordert hat: Japan.

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Ort, den ich mir viel mystischer vorgestellt hatte: Oahu, Hawaii.

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Beeindruckendstes Tier: Büffel im Yellowstone National Park.

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Einziger Ort, wo mir je das Portemonnaie geklaut wurde (und das gleich dreimal): Zürich.

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Ort, wo ich nicht mehr hinfahren würde: Panama City.

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Teuerster Flug: Suite Class von Zürich nach Singapur mit Singapore Airlines. Ab 10’000 Fr.

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Längster Strand: Playa Guiones, Costa Rica. 7 Kilometer.

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Ort mit der stinkigsten Luft: Delhi, Indien.

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Krassestes Gewitter: Koh Phangan, Thailand.

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Fröhlichster Radio-Sound: Dominikanische Republik. Salsa den ganzen Tag!

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Zartestes Fleisch: Porcão, Rio de Janeiro.

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Unterfangen, das ich mir viel weniger anstrengend vorgestellt hätte: Schäfli einfangen in Australien.

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Ort mit den wenigsten Frauen in der Öffentlichkeit: Salalah, Oman.

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Ort, wo ich am meisten Alkohol trinken „musste“: St. Petersburg, Russland. (Wodka, what else?)

Russland

Verrückteste Busfahrt: Volksmusik-Reise zu Hansi Hinterseer.

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Farbigster Sonnenuntergang: Big Island, Hawaii.

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Leckerste Austern ausserhalb Frankreichs: Apalachicola, Florida.

Apalachicola, Florida

Süffigster Cocktail: Cilantro Gimlet im Hotel BeTulum, Mexiko.

Cilantro Gimlet & Rosamaria

Lustigster TaxifahrerHumberto, Kuba.

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Dreckigste Unterkunft: Airbnb-Appartement in Shanghai.Vue Bar, Hyatt on the Bund, Shanghai, China

Grösste Muscheln: Caye Caulker, Belize.

Belize

Schönster Jöh-Moment: Löwen-Baby in Kenia.

Ol Pejeta Reservat, Kenia

Grösste Enttäuschung: David Copperfield in Las Vegas.

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Museum, in dem ich am längsten verweilt bin: USS Midway Museum, San Diego. 4 Stunden.

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Höchstes Restaurant: At.mosphere im Burj Khalifa, Dubai. 441 Meter.

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Berühmtester Mensch: Queen Elizabeth II an der Taufe des gleichnamigen Kreuzfahrtschiffes in Southampton.

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Atemberaubendste Aussicht: Villa Cimbrone, Ravello, Italien.

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Aktuelle Lieblingsstadt: San Sebastian, Spanien.

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Once-in-a-lifetime-Erlebnis: Galapagosinseln, Ecuador.

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Sodeli, das wars! Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit! Adieu!

Grotto del Giuvan, Mendrisio

Manchmal lohnt es sich, etwas weiter zu fahren, um extrafein zu essen. Im hübschen Mendrisio findet man zwar auch an der Via alle Cantine feine Grotti, aber der Grotto del Giuvan am Berg oben hat mich noch ein bisschen mehr überzeugt.

Der Grotto del Giuvan ist im Slow-Food-Guide „Osterie d’Italia“ aufgeführt – ein Gütesiegel. Das Menü ist immer saisonal und mit Produkten aus der Gegend, zum Beispiel der einst fast ausgestorbene Käse Zincarlìn, der im Keller auf der anderen Strassenseite reift und im Grotto mit einem Risotto serviert wird.

Wir entschieden uns jedoch für Pasta mit herrlich würziger Salsiccia, dazu ein Bier, das ich zugegebenermassen nur wegen dem Namen ausgewählt habe: „Terra Matta“ aus dem Tessiner Muggiotal.

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Krimi-Tipp: Rocco Schiavone, der neue Montalbano

Montalbano – pha! Der neue italienische Star-Ermittler heisst Rocco Schiavone. Natürlich ist er Römer…!

Autor Antonio Manzini hat einen kratzbürstigen und zynischen, aber gleichzeitig liebenswürdigen und zutiefst verletzten Polizisten kreiert, der jeden Morgen einen Joint raucht und es auch sonst mit den Regeln nicht ganz sooo genau nimmt. Rocco Schiavone wurde von Rom zwangsversetzt ins Aosta-Tal (eben weil er dies mit den Regeln nicht so genau nahm) und kämpft dort mit seinen Clarks gegen die Schneemassen. Seine Laune ist also düster – und sie wird noch schwärzer, als auf der Skipiste eine Leiche gefunden wird.

Das erste der vier Bücher mit Rocco Schiavone ist auf Deutsch erschienen, das zweite erscheint im Dezember. Ein herrlicher Krimi-Lesespass für den Winter!

Rocco Schiavone

Bar Bovelli, Zürich: Mein neuer Apéro-Ort – ganz ohne Diebe

Die letzten beiden Male, als ich im D-Vino an der Bahnhofstrasse war (wegen des günstigen Prosecco – er kostet gerade mal 6.50 Fr. und schmeckt gut), wurden wir beklaut. Das passiert, so erfuhren wir vom Kellner, mindestens zweimal pro Woche (Wie wärs mal mit einem Türsteher, liebes D-Vino? Schliesslich weiss man ja, dass dies professionelle Gangs sind.)

Es musste also ein neuer Apéro-Ort her. Fündig wurden wir im Bovelli, das seit einem Jahr geöffnet ist. Ebenfalls sehr zentral gelegen, gleich hinterm Jelmoli.

Entspannte Atmosphäre, viel weniger überfüllt als D-Vino, und der Prosecco kostet nur 1,50 Fr. mehr, also 8 Fr., dafür kommt er mit einem Himbeeri, was ich ganz hübsch fand. Aber das wichtigste: Wir wurden nicht beklaut. Hossa!

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Muu Muuzzarella Lounge, Napoli

Wer in die Provinz Campania fährt und nicht den berühmtem Mozzarella di bufala probiert, verpasst die Hälfte. Jedes Lokal in Neapel serviert den sämigsten, geschmackvollsten Mozzarella. Es gibt sogar Restaurants, die sich komplett auf Mozzarella spezialisiert haben, zum Beispiel die kleine hübsche Muu Muuzzarella Lounge im schicken Viertel Chiaia.

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Unbedingt probieren: Die Bocconcini (kleine Mozzarella-Bällchen) mit Apfel und Pesto – eine ungewöhnliche Kombination, aber so frisch und neu im Mund, dass man nicht genug davon bekommt! Und wie es erst aussieht:IMG_1028

Dazu trinkt man ein Helles vom Birrificio Maltovivo und lernt dabei gleich noch ein Wort aus dem neapolitanischen Dialekt: Tschö = Hau ab!

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Trailer: „Io che amo solo te“

Ein toller neuer Film, von dem ich hoffe, dass er bald auch in der Schweiz zu sehen sein wird: „Io che amo solo te“, nach dem Bestseller von Luca Bianchini. Der Roman ist auch auf Deutsch erschienen („Heiraten auf Italienisch“).

Eine wunderbare Liebesgeschichte für die grauen Herbsttage!

Bistrot Centrale, Milano

Dieses Wochenende schliesst die Expo Milano ihre Tore! Letzte Chance, um hinzufahren und fürs Foto mit dem lustigen Moretti-Wägeli zu posieren!

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Falls der Zug zurück nach Zürich ausfallen sollte (ja, das kommt ab und zu vor, leider…), lege ich dir das Bistrot Centrale am Bahnhof ans Herz. Obwohl das Lokal Autogrill gehört, ist es hübsch eingerichtet und serviert leckere Panini.IMG_8970

Und zum Aperol Spritz gibts so viel Snacks, dass man für die Fahrt sicher kein Sandwich mehr braucht!

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Heute Abend: Francesco de Gregori in Basel

Heute Abend tritt der grosse Francesco de Gregori in Basel auf. Weils so schön ist, hier eines seiner schönsten Lieder:

Spaghetti Bolo in Brüssel

Spaghetti Bolognese, heisst es ja immer, sei ganz einfach zu kochen. Tja, da bin ich anderer Meinung…!

Und für das Künstlerlokal Verschueren in Brüssel habe ich sogar recht. Jedenfalls sehen dort die berühmten, von allen gelobten Spaghetti Bolo so aus. Hau rein!

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P.S. Ich schwör, ich wäre nie auf die Idee gekommen, Spaghetti Bolo in Brüssel zu probieren – aber alle sagten mir, im Verschueren MUSS man sie einfach essen…

Die schickste Tramhaltestelle der Schweiz liegt in…

Basel! Und zwar ist es die Haltestelle „Messeplatz“, die man mit dem Tram Nr. 1 oder 2 vom Zentralbahnhof erreicht. Sie gehört zum neuen Messegebäude, das von Herzog & de Meuron entworfen und vor zwei Jahren eröffnet wurde.

Man steht unter dem „Himmelsauge“, das geschuppt ist wie ein silberner Drache, und blickt nach oben. Surreal!

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