Richmond, London: Die grosse Idylle

Von Stefanie Rigutto, 30. April 2012

Richmond sei, schreibt der Chef des Gemeinderats in einer Broschüre, „ohne Zweifel der schönste der 32 Stadtbezirke Londons“. Bescheidenheit tönt anders. Aber warum lügen? Jeder Londoner, der nach Richmond zum Ausspannen fährt, würde den Werbeslogan unterschreiben. Richmond ist nicht der Ort, wo sich London neu erfindet. Richmond ist der Ort, der einfach nur – ja eben – schön ist. Und das seit Jahrhunderten.

Der Bezirk in der Nähe von Heathrow hatte nie einen Markt (bis heute gibt es lediglich den Farmer’s Markt am Samstag auf dem Heron Square). Richmond hat die Themse, die hier ganz kitschig idyllisch und verträumt ist. Richmond war immer schon ein Resort – auch für die Royals. Die Tudors bauten sich im 16. Jahrhundert Schlösser und Jagdvillen, direkt am Wasser. Sie flüchteten per Boot (das kann man heute noch tun!) vor der verpesteten Luft in der Innenstadt, aufs Land, wo alles grün und sauber war. Aber guggst du selber:

Ja, das ist noch in London:

Hier gehts zu meiner Richmond-Reportage „Go West!“ in der SonntagsZeitung, die kürzlich erschienen ist.

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