10 Tipps für erholsame Sommerferien!

Von Stefanie Rigutto, 27. Juni 2012

Für das „Sommerdossier“ der aktuellen annabelle habe ich Tipps verfasst für entspannte Ferien!

Leider musste ich kürzen, darum hier – especially for you – die vollständige und saumässig lange Version:

1. Sie reisen mit einem Mann? Nehmen Sie eine Extra-Sonnencrème mit. Er wird seine nämlich zuhause vergessen. Oder sie ist leer. Oder er lässt sie im Hotel liegen. Darum: Nehmen Sie eine zweite Sonnencrème mit. Denn Ihre sündhaft teure Spezialallergiesonnencrème aus der Apotheke wollen Sie ja kaum mit ihm teilen, oder?

2. Trinken Sie nach der Landung am Zielort sofort einen Prosecco. Diesen Tipp hat mir einst eine ehemalige Flight Attendant (Good old Swissair …) gegeben. Ich befolge ihn eisern. Man kann das Fläschchen durchaus schon am Check-in im Gepäck aufgeben – es wird schön gekühlt am Zielort landen. Nach dem ersten Schluck erscheint einem auch der mürrische Taxifahrer gleich viel sympathischer.

3. Tun Sie so, als ob der Jetlag nicht existiert. Bikiniwaxing nimmt man ja auch auf sich, ohne mit der Wimper zu zucken. Doch beim Jetlag jammern alle. Ignorieren Sie ihn einfach. Essen Sie zu den üblichen Zeiten, dasselbe gilt fürs Schlafen, kurz: Übernehmen Sie den Rhythmus des Zielortes. Erst wenn Ihnen schummrig wird, dürfen Sie Ihr Haupt aufs Kissen betten.

4. Laden Sie sich die iPhone-App CityMaps2Go runter. Die mit Abstand tollste Reise-App! Man braucht weder W-Lan, ja noch nicht einmal das Telefonnetz. GPS reicht, damit man als kleiner blauer Punkt gefunden wird. 7200 Stadtkarten sind mittlerweile erhältlich – da geht man nirgends mehr verloren. Und kosten tuts gerade mal einen Franken.

5. Lassen Sie die Highheels zuhause. Meine Erfahrung hat gezeigt: Frauen, die keine Highheels in die Ferien mitnehmen, sind entspannter. In den Ferien trägt man Flipflops. Oder Turnschuhe. Oder – darauf schwöre ich, damit kann man hundert Museen abklappern, ohne müde zu werden – Birkenstocks. Aber keine Highheels. Bissoguet. Ich meine: Sie setzen sich in den Ferien ja auch nicht auf Diät!

6. Abgesehen davon aber gilt: Kleiden Sie sich normal. Will heissen: keine Ferienkluft. Tragen Sie nichts, was Sie nicht auch zuhause am Wochenende tragen würden – man will schliesslich als Reisende, nicht als Tourist wahrgenommen werden. Am Besten kopiert man sowieso die Einheimischen. In Mumbai zum Beispiel trägt niemand kurze Hosen. Sie ebenfalls nicht. Auch wenns dammiheiss ist.

7. Nehmen Sie flauschig-plüschige Bettsocken mit. Sie lachen jetzt. Aber kalte Füsserchen kann man auch in der Karibik haben, die Leintücher sind vielleicht zu dünn, die Klimaanlage zu kalt. Ich finde, es gibt nichts Schlimmeres als kalte Füsse im Bett.

8. Reiseproviant! Zugegeben, es ist etwas spiessig. Aber ein paar Schoggiriegel oder ein Doppelpack Crackers haben mich schon oft vor dem plötzlichen Hungerrast bewahrt. Nicht immer hat man nämlich nach der Ankunft spätabends Lust auf ein schickes Dinner – aber Hunger schon.

9. Packen Sie ein Fläschchen Handdesinfektionsmittel ein, es passt in jeden Hosensack. Man wird vielleicht als Hygienefanatikerin beschimpft – doch nach der Toilette in Havanna, auf der es kein Lavabo, geschweige denn Seife gibt, werden Sie mir danken. Das gilt übrigens auch für die meisten Toiletten in Italien.

10. Der grösste Feind erholsamer Ferien ist – CityMaps2Go hin oder her – das iPhone. Ein Fluch, dieses Ding! Deaktivieren Sie Ihre Mail-Accounts. Löschen Sie am Besten auch die Facebook-App. Und «20 Minuten» gleich noch dazu. In den Ferien interessiert man sich nicht dafür, was auf der Welt passiert. Sondern nur unter der Bettdecke.

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