Finito pepito! Ein paar Beobachtungen zum Abschluss meines Strandbar-Monats

Von Stefanie Rigutto, 28. August 2013

Mein Monat in Follonica neigt sich dem Ende zu…! Sniff! Hier ein kleiner Einblick, was ich mir zwischen Cappuccino machen und Focaccia verteilen so alles in mein Notizbüchlein geschrieben habe.

Follonica

Italiener geben prinzipiell kein Trinkgeld. Auch wenn der Betrag 9,90 Euro lautet, lassen sie sich die 10 Cents zurück geben. Die einzige Person, die je Trinkgeld (40 Cents, wow!) gegeben hat, hiess Marc und war Amerikaner.

– Der Dottore wird auch in den Ferien Dottore angesprochen. Aus derselben Kategorie: Wenn der Bruder des Polizisten einen Liegestuhl will, bekommt er ihn – auch wenns für alle anderen keinen Platz gibt.

Follonica

– Ein gutes Drittel der Italiener ist so charmant wie ein sibirischer Einsiedler. Sie sagen weder „Bitte!“ noch „Danke!“. Sie sagen nur: „Due caffè.“

– Die Sommerhits 2013 heissen „Estate“ von Jovanotti und „Che confusione“ von Moreno.

– Auch Italiener tragen Socken in den Sandalen.

Siesta

Ganzkörperbadeanzug für Kinder? Forget it. Was in der Schweiz üblich ist, habe ich hier kein einziges Mal gesehen. Aus derselben Kategorie: Sonnenhüte, die den Nacken bedecken und die Kinder wie Mini-Insektenforscher aussehen lassen – gibts in Follonica nicht.

– Die Lieblingsbeschäftigung der Leute am Strand: Über die Nachbarn auf dem Liegestuhl vorne links ablästern.

– Man sieht wenige normale Männerkörper. Entweder sind die Männer durchtrainiert mit Sixpack (leider nur etwa fünf Prozent), oder aber sie tragen eine Pastawampe vor sich her. Aus derselben Kategorie: Die jungen Männer sind komplett rasiert, inklusive Beine.

Follonica

– Einen Monat lang keine einzige Frau gesehen, die sich oben ohne gesonnt hat.

– Neon ist die Bikini-Farbe des Sommers 2013.

„Cioccolato fondente“ – also tiefschwarze Schoggi – ist die beste Gelatosorte.

Gelato

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