Gesehen in Zürich: Harald Naegelis Wassergeist

Von Stefanie Rigutto, 27. Juli 2015

In Zürich sind nur noch wenige Strichmännchen von Harald Naegeli, dem „Sprayer von Zürich“, erhalten. Ein wunderbar poetisches gibt es an der Seitenfassade des Deutschen Seminars im Zürcher Uni-Viertel zu sehen: Undine, der weibliche Wassergeist.

Die Undine gehört der mythologischen Gattung der Nymphen an und verkörpert das Element Wasser. Erst wenn sich die Undine mit einem Menschen vermählt, bekommt sie eine Seele.

Naegeli sprühte die Undine 1978, natürlich illegal, an die Wand des damaligen Physikinstituts. Erst 1995 – mittlerweile hatte Naegeli seine Haftstrafe wegen Sachbeschädigung abgesessen – stufte die kantonale Baudirektion die Sprayerei als erhaltenswert ein und schützte sie mit einer Holzabdeckung.

2004 dann wurde sie restauriert und konserviert. Und heute ist das einst illegale Strichmännchen – Kunst!

IMG_8558

Kommentare