Argentinien

Tenés hermanos?

Von Stefanie Rigutto, 13. Oktober 2013

In Buenos Aires ist es so: Man knutscht gerne fremde Menschen ab. Lernt man jemanden kennen, wird man jemandem vorgestellt, egal ob in der Bar oder auf der Strasse, heisst es erst mal: «Un beso!» Ein Kuss. Und ehe man sich versieht, landet ein feuchter Schmatzer auf der Wange. Auch der Kauf des Armbandes am Hippiemarkt auf der Plaza Serrano wird mit einem zärtlichen Küsschen besiegelt. Sogar wenn man zum Doktor geht, sagt dieser als Erstes: «Un beso!» Jeder will einen abknutschen. Weiterlesen

Seele hinter Stacheldraht

Von Stefanie Rigutto, 6. Mai 2012

Fussball, mhm, eigentlich nicht so mein Ding. Doch wer die Seele von Buenos Aires verstehen will, so sagte man mir, müsse sich einen Match der Boca Juniors anschauen, am besten im Heimstadion La Bombonera. Bueeeno! Also treffen wir Andres, einen eingefleischten Boca-Fan, 30 Jahre alt, behaart wie ein Bär. Er besorgt Tickets. Und begleitet uns an den Match. «Fussball ist Leidenschaft», sagt er und schlägt sich auf die Brust. Andres' Begeisterung für Maradona ist gross, aber nicht mehr so unendlich wie auch schon. «Er hat sich lange nicht mehr in der Bombonera blicken lassen», sagt er düster. Weiterlesen

Rapsodia, Palermo, Buenos Aires

Von Stefanie Rigutto, 21. März 2012

Der Kleiderladen Rapsodia im Viertel Palermo Viejo (eigentlich eine Kette, die auf die ganze Stadt verteilt ist) vereint alle Eigenschaften von Buenos Aires: Schönheit, Sinnlichkeit, Entspanntheit, aber auch Ineffizienz (wer zahlen will, muss geduldig sein). Man findet tolle… Weiterlesen

Ugi's Pizza, Buenos Aires

Von Stefanie Rigutto, 29. Februar 2012

Eine Take-Away-Institution, die man an verschiedenen Orten in Buenos Aires findet. Sehr günstig, sehr beliebt, gute Pizza (natürlich kann man sie NIE vergleichen mit den Pizze von Neapel, auch wenn die Argentinier davon überzeugt sind, dass sie… Weiterlesen

Swiss Media Award für "¡Un beso, Baires!"

Von Stefanie Rigutto, 19. Januar 2012

Grandiose News! Für meine Buenos-Aires-Reportage, die am 29. September 2011 in der annabelle erschienen ist, habe ich bei den SWISS Media Awards den ausserordentlichen 2. Platz in der Kategorie Reisen gewonnen. Jeeeeehhh!! Zur Belohnung darf ich… Weiterlesen

Mein Reisejahr 2011 – die Liste

Von Stefanie Rigutto, 29. Dezember 2011

Zum Jahresende habe ich erneut eine Liste verfasst. Dieses Mal: Wo ich 2011 überall war. Jeeeehhh! Aufgenommen wurden – wie vergangenes Jahr – nur Orte, wo ich mindestens eine Nacht verbracht habe (also nicht nur ein paar Stündchen auf… Weiterlesen

Buenos Aires in der annabelle

Von Stefanie Rigutto, 28. September 2011

Soeben ist meine Buenos-Aires-Reportage unter dem Titel "Un beso, Baires!" erschienen. Hier gibts die vollständigen (ungekürzten) Tipps dazu: Anreise: Nach Buenos Aires gibt es keinen Direktflug. Entweder mit Iberia über Madrid oder mit Air France über Paris. Ab 1500 Franken. Argentinien liegt auf der Südhalbkugel. Beste Reisezeit sind Frühling und Herbst, also die Monate Oktober/November sowie Februar/März. Im Dezember und Januar ist es sehr heiss in Buenos Aires. Hotels: - Aura Suites Boutique Hotel: Hübsche Unterkunft im Viertel Palermo, zur Plaza Serrano, dem Dreh- und Angelpunkt der Ausgangsszene, sind es etwa zehn Gehminuten. Herrlich entspannter Garten. - Hotel Elevage: Etwas unpersönliches Business-Haus, dafür an bester Lage im Microcentro, guter Ausgangspunkt, um die Stadt zu erkunden. Arrangement: Salinatours, der Mittel- und Südamerika-Spezialist von Travelhouse, bietet ein „City-Package Buenos Aires“ an. Zwei Übernachtungen im Hotel Elevage inkl. Transfers, private Stadtrundfahrt sowie Tangoshow mit Abendessen kosten ab 590 Franken. Weitere Angebote für Individual- und Rundreisen in Argentinien sowie Aufenthalte in Buenos Aires. Weiterlesen

Restaurant Departamento, Zürich: Ein kulinarischer Trip nach Buenos Aires

Von Stefanie Rigutto, 21. September 2011

Der letzte Schrei in Buenos Aires sind „restaurantes a puertas cerradas“ – Mini-Lokale in Privatwohnungen, die nur am Wochenende geöffnet sind, ganz wenige Plätze aufweisen und nur ein Menü anbieten. Nun gibt es auch in Zürich ein Restaurant in dieser Tradition, quasi ein kulinarischer Trip nach Buenos Aires. Das musste ich natürlich testen! Die Gastgeber – Karin Leuthold und Horacio Riesgo – sind beide Exil-Argentinier, die seit 20 Jahren in der Schweiz leben, aber ihre Heimat jeden Tag vermissen. Ihr Mini-Lokal heisst „Departamento“, spanisch für Wohnung.  Wir sitzen in ihrem Wohnzimmer und fühlen uns dennoch nicht als Eindringlinge in einer privaten Stube. Eine Wand ist violett gestrichen, die Beleuchtung diskret, ein Puzzle-Foto zeigt das berühmte Hochhaus Kavanagh am Bahnhof Retiro. Die maximal zehn Personen sitzen an zwei Tischen. Jeder Abend steht unter einem anderen Thema. Heute: "El Hambre", der Hunger, benannt nach einer Erzählung von Manuel Mujica Lainez von 1950. Man erhält seine Geschichte – auf spanisch, por supuesto! – in einer kleinen Broschüre, samt dem Menü und einer CD mit jenen Tango-Stücken, die aus den Boxen plätschern. Weiterlesen