Rigutto reist

Besser spät als nie: Sorry!!!

Von Stefanie Rigutto, 4. März 2012

Haben Sie schon einmal vom «Turn-down-Service» gehört? Eine Erfindung der gehobenen Hotellerie. Da gehört es zum Service, dass das Personal das Zimmer nicht nur nach dem Aufstehen sauber macht, sondern auch für die Nacht vorbereitet, während der Gast zum Beispiel im Hotelrestaurant diniert. Das Zimmermädchen verstaut dann all die hundert Tageskissen, stellt ein Mineralwasser aufs Nachttischchen, positioniert die Einweg-Schlappen neben dem Bett, schüttelt die Kissen auf, zieht die Vorhänge zu. Weiterlesen

Eine Woche Skifahren in den USA – ohne Koffer. Der Gefühlsrapport.

Von Stefanie Rigutto, 19. Februar 2012

In 99 Prozent der Fälle ist Reisen einfach grossartig. Doch da gibt es dieses eine Prozent, nämlich dann, wenn etwas ziemlich schiefläuft - dann wünscht man sich, man wäre zu Hause geblieben. Etwa, wenn man eine Woche zum Skifahren in die USA fliegt und man seinen Koffer die ganze Woche nicht zu Gesicht bekommt. Da durchlebt man die ganze Bandbreite der Gefühle. Tag 1: Enttäuschung. Man ist erschöpft von dem Flug, will nur noch ins Bett sinken und hofft, dass am anderen Morgen alles nur ein böser Traum war. Tag 2: Gleichgültigkeit. Koffer da, Koffer nicht da - who cares? Ich mache gute Miene zum bösen Spiel, halte ein Plädoyer für Zweckoptimismus. Weiterlesen

Im Bett mit dem Compüterchen

Von Stefanie Rigutto, 5. Februar 2012

Warum gibt es eigentlich (fast) keine normalen Hotelzimmer mehr? Zimmer, deren Fenster man öffnen kann (nur einen Spalt, frische Luft, aaaah!). Deren Vorhänge man - wie früher - von Hand zieht? Zimmer, für die man keine Betriebsanleitung oder einen Hotelangestellten braucht, um herauszufinden, wie man das Licht löscht oder den TV anschaltet? Mit meinen 32 Jährchen befinde ich mich irgendwo zwischen Digital Native und Digital Immigrant, ich bin also in Sachen moderner Technik nicht komplett abgemeldet. Trotzdem überfordern mich die meisten Hotelzimmer, vor allem diejenigen in den teuren Luxustempeln, in denen einem eigentlich alles spielend leicht von der Hand gehen müsste. Stattdessen wird einem eine Art Compüterchen in die Hand gedrückt, mit dem man sämtliche Elektronik im Zimmer steuern kann. Natürlich ist die Idee glänzend, dass man vom Bett aus, ohne einen Fuss zu bewegen, mit einem Fingertippen den Vorhang öffnen oder den «mood mode» der Lichter einschalten kann. Aber was, wenn man in der Nacht, im Dunkeln, auf die Toilette muss? Da gibt es kein Nachttischlämpchen, Weiterlesen

"Rigutto reist" – die Kolumne

Von Stefanie Rigutto, 10. Juli 2010

Meine Kolumne „Rigutto reist“ erschien von 2011 bis 2014 alle zwei Wochen in der SonntagsZeitung. 2. März 2014: Bye-bye – Irrtum ausgeschlossen 2. Februar 2014: So doof wie alle anderen 12. Januar 2014: … Weiterlesen