Singapur

On the Road mit Benny und Hannah

Von Danielle Hausmann, 30. Januar 2015

Das schnellste und günstigste Verkehrsmittel Singapurs ist die U-Bahn, die hier MRT (Mass Rapit Transit) heisst. Das Netz ist gut ausgebaut und die Züge verkehren beinahe mit jedem Wimpernschlag, ein Fest für jeden öV-Liebhaber – also auch für mich. Und sie ist sauber, die MRT, blitzblank gar. Das hängt mit den harschen Gesetzen zusammen: Wer auch nur ein Fitzelchen Papier zu Boden wirft, der muss mit einer happigen Busse rechnen. Ebenso verboten ist das Essen und Trinken – ausser man ist bereit, dafür 500 Singapur Dollar Strafe zu zahlen. Das geht dann sogar den Foodies zu weit. Zu meinem persönlichen Glück ist auch das Mitführen von Durian verboten. Allerdings werden in diesem Fall bei Zuwiderhandlungen beide Augen zugedrückt und keine Strafen verhängt. Es handelt sich ja schliesslich um die Nationalfrucht, Bitteschön. Beim Warten auf die U-Bahn wird man nicht nur mit zahlreichen Verboten, sondern auch mit Geboten konfrontiert. Das geht so weit, dass es Plakate mit Fertilitätsratschlägen für Sie und Ihn (Laptop weg von den Knien! Keine engen Unterhosen tragen!) sowie bösen Statistiken gibt, die die Abnahme der Fruchtbarkeit im Laufe der Jahre dokumentieren. Da lese ich doch lieber, was mir die fröhlichen Anstands-Ratgeber Bag-Down-Benny (Rucksack runter!) und Hush-Hush-Hannah (Schnell aus- und einsteigen!) gebieten. Weiterlesen

Durian Diaries: Was man isst

Von Danielle Hausmann, 26. Januar 2015

Die Vögel pfeifen frühmorgendlich gut gelaunt, der Strassen- und Baustellenlärm dröhnt: Zeit, dass ich mir ein erstes Mal den Magen vollschlage. Am besten geht dies in einem Koptitam, einem Coffeeshop. Ein originales Singapurer Frühstück besteht zunächst einmal aus Kaya. Ein Toast, der mit Butter und einer sehr süssen Kokosnuss-Eier-Crème bestrichen ist. Dazu gibt es zwei weiche 3- oder eher 2-Minuten-Eier, die mit reichlich Sojasauce in einer kleinen Schüssel vermischt verspeist werden. Flankiert wird das Mahl von starkem, mit Kondensmilch gesüsstem Kopi (Kaffee). Meine Lieblings-Kaya-Adresse ist das Killiney Kopitiam. Es gibt zahlreiche weitere solcher Coffeeshops, dasjenige an der 67 Killiney Road war das erste seiner Art und hat sich sein originales Flair bis heute bewahrt. Zudem sind die Betreiber ausnehmend freundlich. So kann ein Tag in Singapur losgehen! Weiterlesen

Foodparadies unter viktorianischem Dach: Wo man isst

Von Danielle Hausmann, 16. Januar 2015

In jedem Reiseführer ist zu lesen, dass Singapurer zwei Hobbies haben: Essen und shoppen. Das stimmt. In Singapur vermischen sich nicht nur die Kulturen, sondern auch die Einflüsse deren Küchen und entsprechend viel gibt es zu entdecken. Neben der Kulinarik der benachbarten Staaten Malaysia, Indonesien und Thailand sind wegen des hohen Bevölkerungsanteils der Chinesen und Inder auch deren Küchen allgegenwärtig und fast 24/7 verfügbar an jeder Strassenecke. Ein Paradies, das die Singapurer zu schätzen wissen – und ich auch. So überrascht es nicht, dass sie die Einwohner liebevoll Foodies nennen – Feinschmecker. Ein jeder Singapurer spricht auch gern übers Essen. Jederzeit. Immer. Bin ich mir einmal nicht sicher, was ich an einem Food-Stand bestellen soll, so frage ich einfach eine Person, die gerade etwas lecker aussehendes verspeist: Noch keiner hat gezögert und bereitwillig Auskunft gegeben. Weiterlesen

Super grün und Supertrees

Von Danielle Hausmann, 9. Januar 2015

Neu in Singapur, bannen zunächst die riesigen Wolkenkratzer meinen Blick. Aber schon beim zweiten, spätestens beim dritten Hinsehen stechen die üppigen Bepflanzungen und Parkanlagen ins Auge, die sich überall in der Stadt verteilen. Schnell wird mir klar: Singapur ist eine Gartenstadt. Vom Flughafen Changi bis zur Orchard Road, von Sentosa Island bis zum Botschaftsviertel prägen Parks, Bäume und zum Niederknien schöne florale Arrangements das Stadtbild. Das Erdgeschoss ist nicht die Grenze; es wird auch offensiv in die Senkrechte begrünt. So bieten auch viele Hochhäuser Grünzonen Platz – ob Einkaufszentrum oder Businessturm, ob Wohnhaus oder Hotel. In Treppenhäusern und auf Dachterrassen werden mit mannshohen Sträuchern, wuchtigen Orchideen-Kompositionen und ausgewachsenen Hochstammbäumen Oasen kreiert. Auch unser Wohnhaus wartet im auf drei Zwischengeschossen mit drei Gartenanlagen auf. Weiterlesen

Bakterienparanoia – you rock!

Von Stefanie Rigutto, 4. November 2012

Ohne viel Einbildung kann ich sagen: Ich bin eine angenehme Sitznachbarin im Flugzeug. Ich lese, ich döse, ich spreche niemanden an, hebe dem Nachbarn den Löffel auf, wenn er auf den Boden gefallen ist, und ich störe die Person auf dem Gangplatz selten, weil ich zwecks Blasentraining nur einmal pro Langstreckenflug auf die Toilette gehe. Ich sorge dafür, dass ich keinen Mundgeruch habe, und ziehe vor dem Flug frische Socken an. Ich gebe mir also Mühe. Weiterlesen

Nichts gecheckt

Von Stefanie Rigutto, 1. Juli 2012

«Bitte öffnen Sie Ihren Koffer», sagte der Sicherheitsmann am Flughafen London City und machte ein strenges Gesicht. Jedes einzelne Fläschchen grübelte er aus dem Necessaire heraus und nahm es unter die Lupe. Er schnupperte sogar am Parfüm und liess es testen. Einen Teil der Cremes warf er sogar weg (okay, mein Fehler, ich hatte zu viel dabei). Kurz: ein grosses Security-Tamtam - aber reine Augenwischerei. Weiterlesen

Cut by Wolfgang Puck, Singapur

Von Stefanie Rigutto, 12. März 2012

Ich bin ja ein bekennender Fan von Wolfgang Puck. Ich ass schon in Washington D.C. in seinem Restaurant The Source, gleich neben dem genialen Newseum. Und auch im 24. Stock des Ritz-Carlton Hotels in… Weiterlesen